Dienstag, 30. April 2013

Zucchino mit Bratlingen und Dip

Hallo zusammen!

Ich schiebe heute mal ein einfaches, vegetarisches Essen mit ein, das ich mir gekocht habe. Es ist tatsächlich nicht das allergünstigste meiner Billigkreationen, aber geschmacklich ist es einfach berauschend, weil es so simpel ist.

Man braucht dafür eine Zucchino, Gemüsebratlinge von Aldi, eventuelle etwas Quark, Salz, Pfeffer und etwas Öl. Da ich als Studentin nicht so viel Geld habe, kommt auch wieder eine Preisberechnung:
1 Zucchino aus dem Angebot: 0,22€
½ Packung Gemüsebratlinge: 0,98€
125g Quark: 0,39€
Pauschale für den Rest: 0,15€
Macht summa summarum: 1,74€

Wenn wir jetzt noch mit einbeziehen, dass sowohl die Gemüsebratlinge als auch die Zucchino Bio sind, ist das echt ein unschlagbarer Preis.

Zunächst rührt ihr die Gemüsebratlinge laut Packungsanleitung an und lasst sie dann ziehen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Zucchino waschen und in Scheiben schneiden. Da das bei mir ganz fix ging, habe ich darauf gleich angefangen, sie in etwas Öl anzubraten. In meine Pfanne hat nicht alles auf einmal gepasst, daher habe ich es aufgeteilt und derweil in meiner Mikrowelle aufbewahrt, damit sie nicht kalt werden.




Die Gemüsebratlingmasse wird einfach mit heißem Wasser - 125g um genau zu sein - aufgegossen und ziehen gelassen.


Wenn ihr das erledigt habt, könnt ihr aus dem Gemüsbratling- Teig kleine Kugeln, die ihr noch ein wenig platt drückt, formen und diese auch ausbraten. Das geht ruck zuck, schließlich könnte man die im Zweifelsfall auch roh essen.



Der Bratlingteig in Rohform und in der Pfanne

Solltet ihr noch etwas Quark als Dip dazu wollen, macht ihn nach eurem Gusto an oder lasst ihn, wie er ist. Ich habe von den Pellkartoffeln gestern noch etwas Quark übrig. Den hatte ich mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern angemacht. Da er jetzt eine Nacht gezogen ist, hat der ganz schön Schmackes. ☺

Zum Schluss würze ich die Zucchino noch etwas und dann heißt es: Guten Appetit!



So sah es fertig bei mir aus

Liebe Grüße!

Eure Ding(s)

Montag, 29. April 2013

Webmasterfriday

Hallo zusammen!

Heute hatte ich einmal Lust, etwas ganz Konventionelles zu machen. Ich mache, auch wenn heute schon Montag ist, mal beim Webmasterfriday mit. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach: Jeden Freitag wird ein neues Thema verkündet, über das in den verschiedenen Blogs berichtet werden kann. Gleichzeitig ist es auch eine Art Werbung für die eigenen Seiten – meinen scheint ja aktuell nur eine Person aktiv zu verfolgen (außer mir). Ich möchte euch an dieser Stelle noch einmal den Link zu der Seite geben:

Webmasterfriday

Das Thema des letzten Freitages, also quasi das aktuelle, ist dieses Mal die Frage „Wie lang ist dein Arbeitstag?“. Das ist bei mir eigentlich eine ganz interessante Frage, da ich als Studentin da ja noch sehr unterschiedliche Zeiten habe. Ich werde dennoch einmal versuchen, es vorzurechnen.

Jeden Montag arbeite ich von 6.30 Uhr bis 21.30 Uhr insgesamt zwölf Stunden in meinem Haupt-Nebenjob, der Pflege. Die Mittagspause verbringe ich damit, nach Hause zu fahren und mir etwas zu essen zu kochen. Wenn es schnell geht, ist sogar noch Zeit für ein kurzes Nickerchen, bevor es weiter geht. Einmal im Monat mache ich dann noch eine Wochenendschicht, auch wieder mit zwölf Stunden, umgerechnet auf die Woche macht das noch mal drei Stunden.

Dann gebe ich noch eine Art Hausaufgabenbetreuung/ Nachhilfe für einen Drittklässler. Dafür fahre ich etwa dreimal die Woche zu ihm, was für den einfachen Weg bereits eine Stunde macht. Dort arbeite ich dann eine Stunde mit ihm und fahre dann wieder heim. Da dies zeitlich sehr aufwändig ist, höre ich mit diesem Job Ende des Monats auf.

Seit etwa zwei Monaten putze ich dann noch einmal die Woche bei meinen Großeltern. Da sie im gleichen Haus wie meine Eltern wohnen, verbinde ich das mit dem wöchentlichen Familienbesuch. Dort putze ich dann gut zwei Stunden lang und versuche so, eine gewisse Grundordnung Schritt für Schritt herzustellen, da meine Oma schon länger nicht mehr so fit ist.

Das müssten so mal etwa meine Arbeitszeiten für meine Nebenjobs sein. Wobei mein eigentlicher Hauptjob ja die Uni ist. Dort bin ich dienstags acht Stunden, donnerstags elf Stunden und freitags vier Stunden. Dazu kommt in den ersten Semesterwochen gerade bereits genanntes Blockseminar mit insgesamt 28 Präsenzstunden. Und weil ich ja Geisteswissenschaften studiere, verbringe ich auch noch mal einen ordentlichen Teil mit lesen und nach-/vorbereiten. Geschätzt verbringe ich damit um die vier bis zehn Stunden die Woche. Aktuell vermutlich eher mehr.

Wenn ich das jetzt mal zusammenrechne, komme ich auf 12h + 3h + 3h + 2h +8h + 11h + 4h + 10h = 63h. Und das ohne An- und Abfahrtszeiten, die ja auch noch relativ reichlich dazu kommen. Hier kann also wirklich niemand behaupten, ich würde das Bild eines faulen Studenten zeichnen. Ich gebe mir redliche Mühe, alles gut hinzubekommen.

Ein letzter Aspekt des Webmasterfridays war noch die Einpassung des Bloggens in diese Arbeitszeiten. Ich mache das abends, wenn ich sowieso nicht mehr viel tue und auf dem Sofa sitze. Gerade in besonders stressigen Zeiten, so wie jetzt aktuell, muss das bloggen dann auch mal zurückstehen. Generell versuche ich das Bloggen aber als eine Art Ausgleich zu betrachten. Ich habe schon immer ganz gerne geschrieben, deswegen sehe ich den Blog hier als meine Experimentierseite an.

Ich glaube, das war es dann auch mit meinen Arbeitszeiten. Wie viel arbeitet ihr denn so in der Woche? Ach, was ich noch dazu sagen möchte: Da ich sehr schnell lerne, brauche ich zum Glück nicht so viel Zeit in der Woche mit Lernen einplanen – die hätte ich nämlich gar nicht. Da passt es auch gut, dass ich nur ein „einfaches“ Studienfach habe und kein so intensives Fach wie BWL oder Jura. Das würde ich zeitlich einfach nicht hinbekommen. So. Das war es jetzt aber endgültig für heute.

Ich wünsche euch noch eine gute Nacht, liebe Grüße

Eure Ding(s)

Sonntag, 28. April 2013

Das gymnasiale Niveau

Hallo zusammen!

Bei mir geht immer noch alles drunter und drüber, ich habe bis eben noch Texte für die Uni gelesen und bearbeitet. Ihr könnt euch vorstellen, wie es also gerade bei mir so abläuft. Entschuldigt deswegen bitte auch, dass ich auch die nächste Woche nicht so sehr viel schreiben kann.

Heute möchte ich euch mit einem kleinen Essay zu einem bildungstheoretischen Thema beehren. Ja, man merkt, dass ich angehende Lehrerin bin, aber angeregt dazu wurde ich dieses Wochenende durch ein Fachdidaktik- Seminar, das ich gerade besuche. Sicherlich habt ihr auch eine Meinung zu diesem Thema, daher lasst sie ruhig da. Vielleicht bietet sich das Ganze ja für eine kleine Reihe von Bildungsthemen an?

Egalisierung des Gymnasiums

Mit der Egalisierung des Gymnasiums meine ich in diesem speziellen Fall die Tatsache, dass immer mehr Kinder nach der Grundschule auf das Gymnasium wechseln. Hier in Baden- Württemberg betrug die Übertrittsrate im Schuljahr 2011/12 sage und schreibe 43,9%, was bedeutet, das fast die Hälfte dieses Jahrgangs zu der Spitzengruppe gehören sollte.

Doch halt mal. Kann das Sinn machen? Halten wir uns einmal vor Augen, wie das dreigliedrige Schulsystem ursprünglich einmal gedacht war. Da war die Hauptschule die Basis für alle gängigen Ausbildungen, es war relativ normal, dort seinen Abschluss zu machen. Für die besseren Schüler gab es die Realschule, den mittleren Abschluss, mit dem einen die etwas höheren und komplizierteren Positionen offen standen. Und für die Begabten gab es das Gymnasium – schwierig, elitär und überhaupt etwas Besonderes. Nur wenige Kinder eines Jahrgangs wechselten auf diese Schulart über. Es war schlicht unnötig und eine Tortur für die Kinder, die doch sowieso viel lieber spielten und sich herzlich wenig um Schulnoten kümmerten.

Doch dann kam das 21. Jahrhundert. Technisierung, Bildungsideale und Leistungsgesellschaft haben dieses alte Bild der Schulbildung verändert. Heute kann man sich mit einem Hauptschulabschluss fast nirgends mehr bewerben – und wenn, wird man mit ziemlicher Sicherheit mit einem höflichen, aber bestimmten Absageschreiben belohnt. Wenn es das die Firma überhaupt noch wert war. Realschule gilt als absolutes Mindestmaß, das ein Kind erreichen muss. Aber auch nur, wenn es einen 2er Schnitt (mindestens!) vorweisen kann. Und danach macht es am besten noch an einem beruflichen Gymnasium sein Abitur nach. Damit es im Wettbewerb auch Chancen hat, sich durchzusetzen. (Achja, diese Abiturienten sind oben gar nicht mitgezählt! Die kommen noch zusätzlich dazu...).

Standard wird das Gymnasium. Wer auch nur irgendetwas auf sich hält, schickt sein Kind – wie könnte es auch anders sein – dortin. Am besten eines, mit einem perfekt abgestimmten Bildungsangebot, in dem das Kind nicht nur eine besondere asiatische Kampfsportart erlernen, sondern im Orchester auch Oboe und in der AG Theater spielen kann. Das es dann auch neben Englisch, Latein und Französisch noch Portugiesisch lernen kann, versteht sich ja von selbst. Doch durch die vielen Kinder, die diese Schulart besuchen, ergeben sich neue Probleme.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass nicht plötzlich 44% eines Jahrgangs zu den Besten gehören können. Selbstverständlich kann dann ein großer Teil der Schüler den Schulstoff nicht schnell genug oder überhaupt nicht erlernen. Was macht man nun? Es bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder man schult diese Kinder auf die Realschule ab, sodass das Gymnasium wieder auf seinen ursprünglichen Klientel (den wirklich begabten Kindern) zurückgeführt wird, oder – was nun der Fall ist – man befriedigt die Wünsche der helicopter parents und senkt das Niveau des Gymnasiums, um alle Schüler weiterhin erfolgreich beschulen zu können.

Das Resultat? Das Abitur ist nicht mehr, was es einmal war. Es verlassen junge Erwachsene mit einem mäßigen Abitur die Schule, obwohl sie nicht einmal annäherungsweise verstanden haben, was sie dort eigentlich gelernt haben. Dass dieses Abitur, das sie mit ins Leben nehmen, nicht mehr das ist, was es einmal war. Dass dieses Abitur inzwischen auf dem Niveau der Realschulprüfungen von vor einigen Jahren gelandet ist.

Letzteres ist leider kein Witz und auch keine Erfindung meinerseits. Ab 2014 findet man unter den verbindlichen Pflichtlektüren des schriftlichen Abiturs im Fach Deutsch in Baden- Württemberg Max Frischs Homo faber . Selbiges war im Jahr 2009 die Prüfungslektüre für die Mittlere Reife. Moment mal, möchte man da sagen. Wie kann das sein, dass nur fünf Jahre später eine Realschullektüre, die im Übrigen in den Gymnasien in Klassenstufe 9/10 auch gelesen wird, zum Abiturniveau wird? Das kann doch nicht angehen? Welcher Mensch kam auf diese geistreiche Idee, diese Senkung des Niveaus nicht einmal durch zwei verschiedene Lektüren zu verschleiern?

Es ist also kein Gehirngespinst meinerseits, wenn ich sage, dass das Niveau des Gymnasiums stetig sinkt. Die Schwierigkeit der Schulart wird nicht – wie man aufgrund des technischen und generellen Fortschritts annehmen könnte – erhöht, nein, sie wird der breiten Maße verträglicher gestaltet und abgesenkt. Mit welchem Ziel? Dass möglichst viele Menschen das Abitur besitzen, das aber eigentlich nur dem Realschulabschluss entspricht und keine Basis mehr für eine akademische Bildung ist? Dass möglichst viele Menschen eine gleiche Ausbildung und damit gleiche Voraussetzungen haben? Das kann ja nicht Sinn des Ganzen sein. Die Menschen sind unterschiedlich und nicht jeder ist ein Kopfmensch. Wir brauchen sogar die Handelnden, denn ohne sie stehen wir in einigen Jahrzehnten ganz ohne Basis da. Dann haben wir nur einen Haufen halbgare Akademiker, die nicht einmal mehr wissen, wie man einen Nagel in die Wand schlägt. Na besten Dank auch liebes Kultusministerium.

Eine kurze Anregung für die Nacht, macht’s gut

Eure Ding(s)

Dienstag, 23. April 2013

Lebenszeichen

Hallo zusammen!

Ich wollte euch nur kurz wissen lassen, dass ich euch und den Blog nicht vergessen habe, es ist nur gerade etwas stressig. Gerade hat bei mir die zweite Uniwoche angefangen und ich muss gleich zwei Referate in dieser halten. Dazu kommen am Wochenende noch zwei Tage Blockseminar. Entsprechend knapp ist meine Zeit also gerade, wundert euch nicht.

Sobald ich nächste Woche ein wenig mehr Luft habe, kommt wieder mehr von mir. Ich hoffe, dass ich bis dahin auch ein paar neue Ideen zum Bloggen habe. Aktuell schaut es damit leider etwas mau aus.

Ich möchte euch aber noch erzählen, dass ich mir gestern nach langem Warten endlich ein Kindle Paperwhite bestellt habe. Sobald es da ist und ich es ausgiebig getestet habe, plane ich einen ausgiebigen Review zu schreiben.

Des Weiteren überlege ich gerade, mir ein Tagebuch anzuschaffen. Als Kind hatte ich mal eins, das hatte ich aber nicht wirklich lange geführt, auch wenn es mir Spaß gemacht hatte. Jetzt habe ich bei D- Radio Wissen gehört, dass es die Kreativität ankurbeln würde, jeden Tag über die Geschehnisse, Gefühle und Gedanken zu berichten. Ich denke, einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Auch von dem Verlauf davon kann ich euch gerne berichten, wenn ich auch keine persönlichen Dinge online stellen möchte.

Das war es das dann auch erstmal von mir. Ich wünsche euch noch einen schönen sonnigen Tag!

Liebe Grüße

Ding(s)

Freitag, 19. April 2013

Haushaltsführung

Hallo zusammen!

Ich habe mich dazu entschieden, noch einen dritten Teil zur Haushaltsführung zu machen. Einiges habe ich auch hier wieder der Kaufdiät entnommen. (Ich mache übrigens keine Werbung für diese, aber dort hab ich einfach vieles selbst erst in den letzten Monaten gelernt!) Heute soll es also um Vorräte, Kochen und Ähnliches gehen.

Oft hat man zuerst gar keine wirkliche Ahnung vom Kochen, wenn man denn nun auszieht. Oder man hat nicht das Geld, um das wunderbare vier Gänge Menu nachzukochen, dass man Weihnachten im Kreise der Familie zum Besten gegeben hat. Also müssen einfachere Dinge her, die nach Möglichkeit nicht so teuer sind. Hier empfehlen sich zum Einen eben einfache Rezepte ohne viel Schnickschnack, zum Anderen saisonale Küche.

Hier findet ihr zum Beispiel verschiedene Saisonkalender. Wenn ihr die Werbeprospekte der Supermärkte anschaut, werdet ihr aber auch relativ schnell bemerken, was gerade gut zu haben ist und was eben nicht. Es hat einfach keinen Sinn, Spargel im Dezember zu kaufen. Erstens schmeckt er höchstwahrscheinlich nicht wirklich gut und zweitens wird er sehr teuer sein. Das wäre so mein erster Tipp.

Wenn ihr also so schon saisonal kocht, dann überlegt euch zu den verschiedenen Gemüse- und Obstarten einfache Gerichte. Einfach angebraten oder als Auflauf oder Pfanne lässt sich schnell ein gutes Essen zaubern. Kartoffeln, Nudeln und Reis sind hier eure besten Sättigungsmittel, denn sie kosten nicht viel, schmecken eigentlich jedem und lassen sich mit verschiedenen Soßen oder Beilagen aufpeppen. Ein Kilo Kartoffeln kostet so etwa 0,86€ im Angebot, Markennudeln 1,38€/pro kg und Reis 0,99€/kg. Dabei benötigt ihr pro Person ja nicht diese Mengen. Bei Nudeln und Reis würde ich bei einem guten Esser 125g rechnen, bei Kartoffeln etwa zwei große.

Dazu stellt sich dann natürlich die Frage: Kaufe ich das jede Woche frisch oder lagere ich einiges ein? Das deutsche Katastrophenamt empfiehlt hier einen Vorrat für zwei Wochen – wobei wir natürlich immer hoffen wollen, dass er nie dafür benötigt wird. Bei einigen Grundzutaten, die häufig verwendet werden und nicht so schnell verderben, habe ich auch meinen Grundstock. Der sieht ungefähr so aus:

  • 3kg Nudeln
  • 1kg Reis
  • 1kg Kartoffeln
  • 1 Päckchen Bratlinge
  • 1x pasteurisierte Tomaten
  • 1x H- Sahne
  • Gewürze
  • 1x Kaffee
  • 1x Kabapulver
  • 1x Zucker
  • 1x Mehl
  • 1x Stärke
  • 1x Backpulver
  • 1x Marmelade, geschlossen

Je nach eigenen Vorlieben kann das natürlich anders aussehen. Beachtet jedoch immer, dass ihr keinen Kriegsvorrat an Essen benötigt – die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist hier in Europa aktuell wohl eher als sehr gering einzuschätzen. ☺ Kleinere Mengen reichen vollkommen aus, die meisten Supermärkte haben ja sechs Tage die Woche und bis zu 15 Stunden offen. Da sollte es wirklich kein Problem sein, mal schnell einkaufen zu gehen. Allerdings kann es, gerade auch wenn ihr krank werdet, praktisch sein, nicht aus dem Haus zu müssen.

So könnte ich aus meinen Vorräten jederzeit Pfannkuchen, Bratkartoffeln, Reis/Nudeln mit Soße und Muffins machen. Damit kann man doch was anfangen. ☺ Doch Lebensmittel sind nicht das Einzige, was man daheim haben sollte. Dazu gehören nämlich auch Putzmittel – Spülmittel, Klo- und Badreiniger sind hier wohl das Mindestmaß. Ich habe zusätzlich noch Scheuermilch, Boden- und Glasreiniger. Übertreibt es aber nicht mit den Putzmitteln. Ein paar Bakterien schaden euch nicht und viele Putzmittel basieren sowieso auf den gleichen Wirkstoffen. Sinnvoll ist übrigens auch Essigreiniger, von dem wird mir persönlich allerdings schlecht. Stattdessen habe ich wasserlösliche Zitronensäure, die ich hauptsächlich zum Entkalken meines Wasserkochers verwende.

Womit ich wohl bei den lebensnotwendigen Küchengeräten wäre. Man braucht nicht alles und auch nicht unbedingt. Neben Töpfen und Pfannen finde ich folgende Geräte aber noch sehr nützlich: einen Wasserkocher, weil man damit ordentlich Geld sparen kann (Wasser darin aufkochen, auf die Nudeln im Topf geben – geht viel schneller), Mikrowelle, um studententypisch das Essen darin aufzuwärmen. Zwingend benötigt man dazu eigentlich nichts mehr. Ich habe noch einen Toaster und einen Sandwichmaker, der ein Geschenk war und mir öfters mein Mittagessen liefert. Sicherlich wäre auch eine Kaffeemaschine nicht fehl am Platz, da ich selbst aber keinen Kaffee trinke, ist das unnötig.

Solltet ihr übrigens den Luxus eines Tiefkühlfaches haben, würde ich euch empfehlen, darin etwas Brot und Gemüse einzufrieren, sodass man auch hier noch mal einen Notvorrat hat. Ansonsten haben sich fertig vorgekochte Essensportionen bewiesen, die ihr zum Beispiel in den Semesterferien in einem großen Topf kocht und dann portionsweise einfriert. Hilft gerade in der Klausurenphase sehr.

Damit wären wohl erstmal die wichtigsten Dinge abgeklärt, andere Vorräte wie Zahnpasta oder Duschgels braucht ihr nicht – ihr könnt sie ja einkaufen, wenn ihr merkt, dass die aktuelle Packung sich dem Ende zuneigt. Habt ihr noch weitere Tipps und Ideen zur Haushaltsführung?

Liebe Grüße

Eure Ding(s)

Donnerstag, 18. April 2013

Ordnung und Putzen

Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch so ein bisschen mein Haushaltssystem in Anlehnung an die bereits erwähnte Kaufdiät erläutern. Denn auch das gehört zur ersten eigenen Wohnung dazu. Könnte ich so, wie meine Wohnung gerade aussieht, Freunde empfangen oder würde ich mich zu Tode schämen? Denn oft schneien sie ja spontan vorbei und dann ist man froh, wenn es gut aussieht. Gestern hatte ich das Ganze übrigens gerade wieder mit meiner Mutter. Quasi prüfend hat sie sich umgeschaut und war sichtlich erstaunt, dass es bei mir so sauber war. Tja, mit System geht alles. ☺

Macht euch zunächst einmal klar, dass nicht alles auf einmal geht. Ihr könnt nicht sofort euer gesamtes Verhalten verändern, so ist unser Gehirn gar nicht aufgebaut. Also fangt im Kleinen an. Wenn euer Bett immer unordentlich ist, dann gewöhnt euch erst einmal an, es jeden Morgen nach dem Aufstehen zu richten (und vielleicht gleich mit zu lüften). Und so baut ihr euch Schritt für Schritt eine eigene Routine auf, die euch irgendwann auch gar nicht mehr stört, die ihr quasi automatisch durchführt. Das gibt Halt.

Um das zu verdeutlichen, einmal meine Morgenroutine (die übrigens auch bei der KD empfohlen wird!):

  • Wecker ausschalten
  • Licht an
  • in Hausschuhe schlüpfen
  • Bettzeug zum Lüften auf die Couch legen
  • Rollladen im Wohnzimmer hochziehen, Heizung aus, Fenster auf
  • Rolladen in der Küche hochziehen, Heizung aus, Fenster auf
  • Morgenroutine im Bad
  • Heizung im Bad aus, Fenster auf
  • Fenster in der Küche zu, Heizung an
  • Fenster im Wohnzimmer zu, Heizung an
  • Bett machen
  • Couch richten
  • Geschirr vom Vortag in die Küche räumen
  • Küchentisch und Ablage aufräumen, evtl. spülen
  • Sachen richten für Uni/Arbeit
  • evtl. Frühstück
  • Fenster im Bad zu, Heizung an
  • fertig machen zum Weggehen

Das klingt erstmal nach ganz schön viel, aber außer dem Bad brauche ich vielleicht zehn Minuten für alles. Wenn überhaupt. Und die Wohnung ist dann gleich aufgeräumt, man ärgert sich nicht, wenn man heim kommt und wenn Gäste kommen, ist es soweit auch okay.

Des Weiteren habe ich mir einen festen Tag in der Woche ausgesucht, um einen Wohnungsputz zu machen. Aktuell ist das der Mittwochmorgen. Da wird dann angesammeltes Geschirr gespült, das Bad geputzt, gesaugt, nach Bedarf Staub gewischt, Fenster geputzt o.Ä. Dafür habe ich eine Stunde veranschlagt, was auf jeden Fall auch reicht, da man ja nicht immer alles machen muss. Den Boden wische ich zum Beispiel nur einmal im Monat, obwohl man das vielleicht auch öfter machen könnte.

Dann gibt es noch die unregelmäßigen Dinge bei mir. Das wäre in erster Linie Wäsche waschen. Das mache ich, sobald ich sehe, dass mein Wäschekorb voll ist. Dann wird entsprechend 30° oder 60° Wäsche gewaschen und danach aufgehängt. Auch Küchenschränke auswischen, Kleiderschrank sortieren/ausmisten und andere Dinge gehören für mich zu diesen unregelmäßigen Aufgaben. Hier habe ich keine absoluten Zeiträume, in denen sie erledigt werden sollen. Sobald mir etwas auffällt, wird es auf meine To- Do- List geschrieben und nach meinen Kalender abgestimmt, wie ich Zeit habe, dies zu erledigen.

Ich kann allgemein nur vorschlagen, mit der Zeit eine gewisse Grundordnung zu schaffen, die auch einfach eingehalten werden kann. Für meinen begehbaren Kleiderschrank zum Beispiel habe ich mir IKEA- Boxen geholt, in denen ich meine Kleidung aufbewahre. So ist gleich alles ordentlich aufgeräumt und den Schrank auswischen geht auch schneller. Ein weiterer Gimmick: Tue ich Kleidung, von der ich denke, dass ich sie nicht mehr trage, in eine bestimmte Box und rühre ich sie im nächsten halben Jahr nicht an, weiß ich, dass ich das tatsächlich nicht mehr benötige – weg damit.

Auch wenn ich die Kaufdiät bis jetzt in diesem Beitrag noch nicht allzu arg einbezogen habe, kann ich dennoch guten Gewissens etwas von ihr weitergeben: Dort gibt es eine wöchentliche „Haushaltschallenge“, bei der verschiedene der unregelmäßigen Aufgaben gestellt werden. So wird man direkt motiviert, dies in Angriff zu nehmen und kann sich mit den anderen bei etwaigen Problemen oder Fragen austauschen. Auch steht einem die gesamte KD immer mit Haushaltstipps und –tricks zur Seite, was ich als junge Hausfrau sehr zu schätzen weiß.

Ich fasse also noch mal zusammen: Schafft euch langsam Routinen, einen festen Putztag und nehmt euch regelmäßig eine unregelmäßige Aufgabe vor, dann könnt ihr sehr bald die ersten Erfolge sehen! Und ihr werdet bemerken, dass Saubermachen gar nicht so lange dauert, wie gedacht. Denn bei einer bestimmten Grundordnung muss man eben nicht vor dem elterlichen Besuch zwei Stunden die Küche putzen. ☺

Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Tag! Ich werde demnächst auch versuchen, den letzten Teil meiner Italien- Exkursion zu schreiben und euch zu posten. Bis dann!

Eure Ding(s)

Mittwoch, 17. April 2013

Kaufdiät

Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch wieder etwas Praktisches näher bringen, was ihr sicherlich auch gut gebrauchen könnt. Ursprünglich hatte ich mal geplant, das Ganze nicht zu beschreiben, nachdem ich bei einem Freund jetzt aber gesehen habe, dass das wohl gerade chick ist, muss ich wohl doch auch mitmachen. ☺

Hier geht’s zum Budgetpost des Freundes

Ich selbst benutze keine App oder ähnliches zur Verwaltung meines Geldes. Ich mache alles quasi per Hand, jedoch vermerkt am Computer. Allerdings habe ich mir das Ganze auch nicht wirklich ausgedacht, die Idee habe ich von einer Gruppe von chefkoch.de, die sagenhafte

Kaufdiät!

Eingetreten bin ich kurz vor Weihnachten 2012 in diese Gruppe, weil ich bemerkt hatte, dass mir mein Geld nicht so richtig reichte, obwohl es das eigentlich sollte. Also wollte ich mit ein bisschen klassischer Hausfrauentaktik mein Wissens aufbessern und so Ordnung und Struktur in alles bekommen.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, welche Themen der Kaufdiät im Forum öffentlich sind – wenn ihr euch aber erstmal einen Einblick verschaffen wollt, dann klickt euch von der Chefkoch- Startseite zur Community, dort im Unterforum „Sonstige Themen rund ums Kochen“ zu „Günstig leben – günstig kochen“. Dort findet ihr immer den tagesaktuellen Kaufdiätthread, der unter Garantie öffentlich ist. Am besten ihr lest dort die zwei langen blauen Artikel durch, die amitt jeden Morgen gegen 10 Uhr online stellt – sie erklären die Prinzipien der Kaufdiät und den Start mit ihr ganz gut.

Es gibt auch nicht allzu viele oder allzu komplizierte Prinzipien. Es geht hauptsächlich darum, sich Überblick über die eigenen Ein- und Ausgaben zu verschaffen, ein gesundes Einkaufsverhalten zu entwickeln – hier hilft das hübsche Mantra:

Brauche ich das wirklich oder will ich das nur?

- und weiterführend den eigenen Haushalt zu strukturieren. Die Gruppe unterstützt einen dabei sehr gut mit sowohl lobenden aber auch kritischen Nachfragen, was der eigenen Moral durchaus zuträglich ist. ☺

Um das Ganze jetzt noch einmal verständlicher zu machen, demonstriere ich das einmal an meinem Studentenleben:

In einem ersten Schritt erstelle ich eine einfach Excelliste. Dort trage ich zunächst meine Einnahmen ein, also z.B.

Betrag Herkunft
184,00€ Kindergeld
XXX € Lohn 1
XXX € Lohn 2

Im nächsten Schritt geht es dann um die festen Ausgaben. Auch hierfür legt man am einfachsten eine Exceltabelle an. Es empfiehlt sich übrigens, Excel die einzelnen Beträge immer am Ende zusammenrechnen zu lassen. Dafür einfach ganz unten ein „=“ tippen und die einzelnen Kästchen addieren oder eben subtrahieren. Wichtig bei der Ausgabentabelle ist auch, wirklich alle Beträge aufzuschreiben, die man eben so hat. Dazu gehören dann auch Posten, die evtl. nur einmal im Jahr aufkommen. Diese dann eben entsprechend durch zwölft teilen und so in die Monatsausgabenaufstellung aufnehmen. Das könnte etwa so aussehen:

Betrag Ausgabe
XXX € Warmmiete
XXX € Stromkosten
17,98€ GEZ
XXX € Internet
XXX € Fernsehen
XXX € Telefon
XXX € Krankenversicherung
XXX € Versicherung 1
XXX € Versicherung 2
XXX € Unibeitrag
XXX € Semesterticket
XXX € Semesterliteratur
XXX € Friseur
XXX € Geschenke
XXX € Ansparen für Weihnachten
XXX € Ansparen für Weltreise
XXX € Sportverein
XXX € Musikschule

Dann solltet ihr eine feste Summe X mit monatlichen Einnahmen und eine feste Summe Y mit monatlichen Ausgaben haben. Es empfiehlt sich, für die unregelmäßigen Ausgaben ein zweites Sparkonto einzurichten, sodass man nicht in Versuchung geführt wird, es auszugeben. Zieht man Y von X ab, sollte hoffentlich noch genügend Geld für eurer leibliches Wohl übrig bleiben.

Die Kaufdiät sieht hier ein wöchentliches Budget vor. Der Durchschnitt liegt aktuell bei 32€/p.P/p.W. Er schwankt jedoch auch je nach eigenen Vorlieben wie etwa viel Bio oder viel Fleisch. Außerdem ist es sinnvoll, beim wöchentlichen Budget mitzubedenken, dass es auch Monate mit fünf Wochen gibt. Was möchte man dann machen? Budget entsprechend kürzen oder ein fünftes Budget für diese Woche in der Rückhand haben? Die meisten machen es mit einem fünften Budget, ich kann mir das z.B. aber nicht leisten.

Wichtig ist aber auch, dass ihr an euch denkt. Richtet euch also ein Weggeh-, Taschengeld-, Bücher- oder sonst was Budget ein, wenn ihr etwas habt, was ihr euch regelmäßig kauft, um euch wohl zu fühlen. Es geht nicht darum, um jeden Preis zu sparen. Vielmehr geht es darum, einen Überblick über die einzelnen Finanzen zu haben und sich keine Sorgen mehr machen zu müssen, ob man sich am Monatsende noch Essen leisten kann.

Deswegen rät die Kaufdiät auch an, sich das wöchentliche Budget in bar zu holen und nur das auszugeben – die EC-Karte kann also getrost daheim bleiben. Ich persönlich nehme sie zwar für Notfälle mit, aber benutzen tue ich sie nicht. Etwaiges Geld, das am Wochenende noch übrig ist, das Grüngeld, wandert in eine Spardose. Kauft euch irgendwann einmal etwas Schönes davon oder verwendet es zur Not, wenn euch das Wochenbudget nicht reicht, was aber besser nicht vorkommen sollte.

Nachdem dann die Finanzen so in Ordnung gebracht sind, geht die Kaufdiät noch weiter und ordnet den Haushalt. Hier gibt es verschiedene Untergruppen, da es eben auch verschiedene Bedürfnisse gibt. So werden Mütter andere Probleme haben wie ich als Studentin. Doch einiges kann man sich auch dort abkupfern. Das möchte ich euch demnächst vorstellen, sofern Interesse besteht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

Eure Ding(s)