Donnerstag, 18. April 2013

Ordnung und Putzen

Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch so ein bisschen mein Haushaltssystem in Anlehnung an die bereits erwähnte Kaufdiät erläutern. Denn auch das gehört zur ersten eigenen Wohnung dazu. Könnte ich so, wie meine Wohnung gerade aussieht, Freunde empfangen oder würde ich mich zu Tode schämen? Denn oft schneien sie ja spontan vorbei und dann ist man froh, wenn es gut aussieht. Gestern hatte ich das Ganze übrigens gerade wieder mit meiner Mutter. Quasi prüfend hat sie sich umgeschaut und war sichtlich erstaunt, dass es bei mir so sauber war. Tja, mit System geht alles. ☺

Macht euch zunächst einmal klar, dass nicht alles auf einmal geht. Ihr könnt nicht sofort euer gesamtes Verhalten verändern, so ist unser Gehirn gar nicht aufgebaut. Also fangt im Kleinen an. Wenn euer Bett immer unordentlich ist, dann gewöhnt euch erst einmal an, es jeden Morgen nach dem Aufstehen zu richten (und vielleicht gleich mit zu lüften). Und so baut ihr euch Schritt für Schritt eine eigene Routine auf, die euch irgendwann auch gar nicht mehr stört, die ihr quasi automatisch durchführt. Das gibt Halt.

Um das zu verdeutlichen, einmal meine Morgenroutine (die übrigens auch bei der KD empfohlen wird!):

  • Wecker ausschalten
  • Licht an
  • in Hausschuhe schlüpfen
  • Bettzeug zum Lüften auf die Couch legen
  • Rollladen im Wohnzimmer hochziehen, Heizung aus, Fenster auf
  • Rolladen in der Küche hochziehen, Heizung aus, Fenster auf
  • Morgenroutine im Bad
  • Heizung im Bad aus, Fenster auf
  • Fenster in der Küche zu, Heizung an
  • Fenster im Wohnzimmer zu, Heizung an
  • Bett machen
  • Couch richten
  • Geschirr vom Vortag in die Küche räumen
  • Küchentisch und Ablage aufräumen, evtl. spülen
  • Sachen richten für Uni/Arbeit
  • evtl. Frühstück
  • Fenster im Bad zu, Heizung an
  • fertig machen zum Weggehen

Das klingt erstmal nach ganz schön viel, aber außer dem Bad brauche ich vielleicht zehn Minuten für alles. Wenn überhaupt. Und die Wohnung ist dann gleich aufgeräumt, man ärgert sich nicht, wenn man heim kommt und wenn Gäste kommen, ist es soweit auch okay.

Des Weiteren habe ich mir einen festen Tag in der Woche ausgesucht, um einen Wohnungsputz zu machen. Aktuell ist das der Mittwochmorgen. Da wird dann angesammeltes Geschirr gespült, das Bad geputzt, gesaugt, nach Bedarf Staub gewischt, Fenster geputzt o.Ä. Dafür habe ich eine Stunde veranschlagt, was auf jeden Fall auch reicht, da man ja nicht immer alles machen muss. Den Boden wische ich zum Beispiel nur einmal im Monat, obwohl man das vielleicht auch öfter machen könnte.

Dann gibt es noch die unregelmäßigen Dinge bei mir. Das wäre in erster Linie Wäsche waschen. Das mache ich, sobald ich sehe, dass mein Wäschekorb voll ist. Dann wird entsprechend 30° oder 60° Wäsche gewaschen und danach aufgehängt. Auch Küchenschränke auswischen, Kleiderschrank sortieren/ausmisten und andere Dinge gehören für mich zu diesen unregelmäßigen Aufgaben. Hier habe ich keine absoluten Zeiträume, in denen sie erledigt werden sollen. Sobald mir etwas auffällt, wird es auf meine To- Do- List geschrieben und nach meinen Kalender abgestimmt, wie ich Zeit habe, dies zu erledigen.

Ich kann allgemein nur vorschlagen, mit der Zeit eine gewisse Grundordnung zu schaffen, die auch einfach eingehalten werden kann. Für meinen begehbaren Kleiderschrank zum Beispiel habe ich mir IKEA- Boxen geholt, in denen ich meine Kleidung aufbewahre. So ist gleich alles ordentlich aufgeräumt und den Schrank auswischen geht auch schneller. Ein weiterer Gimmick: Tue ich Kleidung, von der ich denke, dass ich sie nicht mehr trage, in eine bestimmte Box und rühre ich sie im nächsten halben Jahr nicht an, weiß ich, dass ich das tatsächlich nicht mehr benötige – weg damit.

Auch wenn ich die Kaufdiät bis jetzt in diesem Beitrag noch nicht allzu arg einbezogen habe, kann ich dennoch guten Gewissens etwas von ihr weitergeben: Dort gibt es eine wöchentliche „Haushaltschallenge“, bei der verschiedene der unregelmäßigen Aufgaben gestellt werden. So wird man direkt motiviert, dies in Angriff zu nehmen und kann sich mit den anderen bei etwaigen Problemen oder Fragen austauschen. Auch steht einem die gesamte KD immer mit Haushaltstipps und –tricks zur Seite, was ich als junge Hausfrau sehr zu schätzen weiß.

Ich fasse also noch mal zusammen: Schafft euch langsam Routinen, einen festen Putztag und nehmt euch regelmäßig eine unregelmäßige Aufgabe vor, dann könnt ihr sehr bald die ersten Erfolge sehen! Und ihr werdet bemerken, dass Saubermachen gar nicht so lange dauert, wie gedacht. Denn bei einer bestimmten Grundordnung muss man eben nicht vor dem elterlichen Besuch zwei Stunden die Küche putzen. ☺

Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Tag! Ich werde demnächst auch versuchen, den letzten Teil meiner Italien- Exkursion zu schreiben und euch zu posten. Bis dann!

Eure Ding(s)

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